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Farbenvielfalt der Highlander

Neben der bekanntesten Farbe, der einfarbig blauen Varietät, gibt es die
Britisch Kurz und Langhaar in vielen verschiedenen und nicht weniger schönen Farben, Mustern und Zeichnungen.

Einfarbig

Einfarbige Britisch Kurzhaar-Katzen gibt es in den Farben Schwarz, Blau, Rot, Creme, Chocolat, Lilac, cinnamon und fawn.
Die Augenfarbe kann bei all diesen Fellfarben von kupfern bis orange variieren. Einfarbige Briten dürfen keinerlei
weiße Haare oder weiße Flecken aufweisen. Jedes Haar muss vom Ansatz bis zur Spitze einheitlich durchgefärbt sein.
Die Streifen (Geisterzeichnung), welche manch eine einfarbige Katze als Jungtier aufweist, müssen mit dem
Erwachsenwerden verschwinden. Geisterzeichnung gilt bei erwachsenen Tieren als Fehler.
Speziell bei den Farben Rot und Creme ist es sehr schwierig, eine einheitliche Färbung des Fells zu erzielen
und die Geisterzeichnung herauszuzüchten.

Weiß

Weiße Briten können orange bis kupferfarbene, blaue oder zwei verschiedenfarbige Augen (odd-eyed) aufweisen.
Speziell bei der weißen Varietät ist zu erwähnen, dass die weiße Farbe nicht durch das Albino-Gen verursacht wird,
sondern eine wirkliche Farbe ist. Die Taubheit, die bei weißen Katzen manchmal auftritt, hängt direkt mit dieser Farbe zusammen.

Schildpatt oder Tortie

Die Schildpatt-Katze weist ein Fell mit unterschiedlichen Farbflecken auf, jedoch immer ohne Weiß.
Katzen mit dieser Fellfarbe sind meist weiblich. Selten kommt es auch bei männlichen Katzen zu dieser Fellzeichnung.
Diese Kater sind aber in der Regel unfruchtbar. Im Gegensatz zu den Schildpatt-Weiss-Katzen,
müssen die Flecken bei der Schildpatt klein und gleichmäßig vermischt sein. Die eine Grundfarbe ist immer
Rot oder Creme. Die zweite Farbe ist somit schwarz, blau, chocolat lilac, cinnamon oder fawn.
Die Augenfarbe muss kupfern oder orange sein und eine rote oder cremfarbene Flamme im Gesicht ist erwünscht.
Das Erscheinungsbild der Schildpatt-Katze soll eine gesprenkelte Katze in leuchtenden Farben darstellen.
Alle Schildpatt-Varietäten können auch Silberanteile aufweisen, d.h. smoke, shaded oder shell.

Van, Harlekin, Bicolor

Katzen dieser Varietäten sind Non-Tabby-Katzen und weisen neben einer dominanten Farbe weiße Flecken auf.
Als dominante Farbe sind alle Grundfarben (außer weiß) erlaubt. 

Die Van-Varietät

Sie weist den größten Weißanteil dieser Gruppe auf. Der Farbanteil muss analog der Türkisch Van-Katze sein:
Zwei Farbflecke am Kopf, welche zwischen den Ohren durch die weiße Fellfarbe unterbrochen sein sollten.
Körper und Beine sind weiß. Der Schwanz weist die Farbe der Kopf-Flecken auf.
Auf dem weißen Körperfell sind zwei kleine Farbflecke erlaubt. Die Augenfarbe der Van-Varietät
darf sowohl kupfer bis orange, aber auch blau oder odd-eyed sein.

Harlekin

Bei der Harlekin beträgt der Weissanteil 5/6 zu 1/6 Farbe. Auch hier ist eine weiße Blesse im Gesicht erwünscht.
Die Farbflecke sollten rund sein.

Bicolor

Hier muss der Weißanteil mindestens 1/3 und nicht mehr als 1/2 der gesamten Körperoberfläche betragen.
Die Flecken müssen groß und regelmäßig sein und dürfen nicht ineinander verlaufen.
Die farbigen Flecken dürfen keine weißen Haare aufweisen. Eine weiße Blesse im Gesicht ist erwünscht.
Als Variante zur Bicolor mit einer Grundfarbe steht die Tricolor. Diese muss anstelle einer dominierenden Farbe
zwei Grundfarben aufweisen, eine davon muss immer Rot oder Creme sein. Bei der Bicolor, der Tricolor
und auch bei der Harlekin sind nur kupfer- bis orangefarbene Augen erlaubt.

Tabby-Varietäten

Es werden drei Tabby-Varietäten unterschieden: gestromt, getigert  und getupft.
Alle Tabby-Varietäten können in allen Grundfarben vorkommen und tragen das dominante Agouti-Gen A.
Die Tabby-Zeichnung kommt zum Vorschein, wenn die Katze neben dem der Tabby-Varietät entsprechenden
Tabby-Gens auch Träger des Agouti-Gens ist (nicht so bei der Geisterzeichnung).
Als typisches Merkmal aller Tabby-Katzen kann der ziegelrote Nasenspiegel bezeichnet werden,
welcher entsprechend der Grundfarbe der Katze farbig umrandet ist.
Alle Tabby-Varietäten können auch in Schildpatt und mit Silber und Golden vorkommen. 

Gestromt, classicc tabby oder blotched

Das Tabby-Muster äußert sich durch einen (breiten) Aalstrich, schmetterlingsförmige Flächen
über den Schultern und einer weiteren (breiten) Linie im hinteren Teil des Rückens,
vom Aalstrich Richtung Bauch. Zwischen dieser Zeichnung muss der Grundton des Fells gut sichtbar sein.
An den Flanken müssen deutlich abgegrenzte Flecken sichtbar sein, welche gerädert oder marmoriert auftreten können.
Der Bauch weist Tupfen auf. Auf den Wangen muss die gestromte Katze zwei bis drei Spiralen aufweisen.
Das M auf der Stirn muss deutlich sichtbar und die Streifen auf der Brust (Halsbänder) dürfen nicht durchbrochen sein.

Getigert oder mackerel tabby

Das Katzenfell weist einen ununterbrochenen Aalstrich auf, von welchem aus sich die Tabby-Streifen Richtung Bauch ziehen.
Die Streifen dürfen nicht zu breit und nicht unterbrochen sein und müssen sich deutlich abheben.
Die Beine sind regelmäßig gestreift und der Schwanz weist Ringe auf. Der Bauch ist mit Tupfen versehen.
Die Halsbänder dürfen nicht durchbrochen sein. Die Wangen müssen zwei bis drei Spiralen aufweisen und auf
der Stirn muss das typische M deutlich sichtbar sein. Das Mackerel-Muster ist unter den Hauskatzen die
am häufigsten vorkommende Tabby-Zeichnung.

Getupft oder spotted tabby

Auch bei dieser Varietät muss das M auf der Stirn vorhanden sein. Die Wangen weisen leichte Wirbel auf.
Über den Körper müssen sich kleine, runde oder ovale Tupfen verteilen. Eine leichte Linie auf dem Rückgrad ist erlaubt.
Die Tupfen müssen voneinander klar abgetrennt und in Form und Grösse einheitlich sein.
Beine und Schwanz müssen Streifen bzw. Ringe aufweisen. 

Silber

Briten mit Silberanteil tragen das Silber-Gen I (Inhibitor), welches die Pigmentierung im unteren
Bereich des Haares unterdrückt und nur die Färbung der Spitzen zulässt (Tipping).
Silber-Katzen treten als Smoke, Shaded (Cameo) oder Shell (Chinchilla) auf und können in allen drei
bekannten Tabby-Varietäten vorkommen. Bei den einzelnen Silber-Varietäten unterscheiden sich
die Pigmentierungsanteile (Tipping) der Haare. Für das Tipping sind alle Grundfarben erlaubt.

Smoke

Bei der Smoke-Varietät handelt es sich um eine Silberkatze mit 3/8 bis 1/2 Tipping jedes einzelnen Deckhaares.
Die Unterwolle ist silberweiß, ebenso die Schwanzunterseite und der Bauch. Das Fell weist keine
Tabby-Musterung auf = Non-Agouti. Die Augen sind kupfer bis orange. Die Smoke wird oft auch als "gewolkt" bezeichnet.
Sie scheint auf den ersten Blick einfarbig zu sein und der Silberanteil der Haare zeigt sich erst,
wenn sich das Fell bzw. die Katze bewegt. 

Shaded/Cameo

Die Silvershaded gehört zu der getippten Tabby-Varietät und ist somit eine Agouti-Katze.
Die Deckhaare sind zu nur 1/3 gefärbt, der Silberanteil ist wesentlich höher als bei der Smoke.
Das Tipping muss sich gleichmäßig über den Katzenrücken ziehen und hellt sich an den Beinen leicht auf.
Es darf keine Tabbyzeichnung zu erkennen sein. Bauch, Schwanzunterseite und die Innenseite der Beine sind silber-weiß.
Die Hinterbeine weisen Sohlenstreifen auf. Nasenspiegel und Augen müssen in der Farbe des Tippings umrandet sein.
Die Rot- und die Creme-Silvershaded (auch Cameo genannt) müssen orange bis kupferfarbene Augen aufweisen,
wie auch die Silvershaded-Schildpatt-Varietäten. Bei allen anderen Silbershaded-Varietäten ist die Augenfarbe grün. 

Chinchilla/Shell

Die Shell unterscheidet sich nur durch den kleineren Tipping-Anteil der Haare von der Shaded.
Der Farbanteil der Haare beträgt hier lediglich noch 1/8, wodurch die Katze beinahe weiss scheint.
Rote und cremefarbene Katzen werden hier Shell genannt, alle anderen Grundfarben nennt man Chinchilla.
Nase und Augen müssen auch hier in der Farbe des Tippings umrandet sein. Sohlenstreifen sind nicht erlaubt.
Die Augenfarbe ist auch hier, entsprechend der Shaded, von der Fellfarbe abhängig.

Golden

Eine ähnliche Färbung wie die Silber-Briten weisen auch die Golden auf. Die Grundfarbe des Fells reicht
von einem warmen Rotbraun bis zu einer apricotfarbenen Tönung, was auf eine andere genetische Grundlage
hinweist als die der Silber-Briten. Die Golden ist nicht Träger des Inhibitor-Gens I.
Golden können jedoch auch in Würfen von Silberkatzen fallen. 

Colorpoint

Die Colorpoint ist die jüngste Varietät im Farbenkarussel der Britisch Kurzhaar.
Diese neue Varietät ist durch die gezielte Einkreuzung der Colorpoint-Perser entstanden.
Die Maskenfärbung, die ursprünglich von der Siamkatze stammt, äußert sich immer durch ein helles Grundfell
und farbige Abzeichen (Points) im Gesicht, an den Ohren, an den Pfoten und am Schwanz.
Die Colorpoint trägt das Teilalbino-Gen (cs), welches eine Pigmentierung des Rücken-, Brust- und Halsbereiches unterdrückt.
Für die Färbung der Points sind alle Grundfarben zugelassen. Die Points müssen sich klar abheben
und abgrenzen und können einfarbig (non Tabby) sein oder alle Tabby-, Schildpatt- oder Schildpatt-Tabby-Variationen aufweisen.
Die Augen der Colorpoint sind - bedingt durch das Teilalbino-Gen cs - jedoch immer blau.