Geschichte der Birmas

Über den Ursprung „Heiligen Birma“ gibt es unterschiedliche Berichte.

Im Jahr 1914 sandten Priester zwei Birmakatzen als Geschenk nach Frankreich zu Major Gordon Russel,
der den Priestern zur Flucht aus Tibet verholfen hatte.

Ein weiterer Bericht besagt, dass ein amerikanischer Industrieller Namens Vanderbilt um 1919 ein Pärchen
Birmakatzen von einer Orientreise mitbrachte. Allerdings verstarb der Kater während der Überfahrt.

All diese Berichte sind nicht eindeutig belegt und wurden von französischen Züchtern zur Erhöhung der Attraktivität
der neuen Rasse in Umlauf gebracht. Es ist wahrscheinlicher, daß die Birmakatze von nirgendwo her gekommen ist.

Sicher scheint jedoch zu sein, dass die Birmakatzen aus einer Kreuzung aus Siam- und Perserkatzen entstanden sind.

In Zuchtbüchern lässt sich die Nachzucht bis ins Jahr 1915 zurückverfolgen. Anerkannt als eigenständige Rasse
wurde die Birmakatze in Frankreich 1925. Erst 1962 wurde die Rasse vom englischen Zuchtverband
anerkannt und 1967 folgte der US-amerikanische Verband.

Laut alten Zuchtbüchern war die erste offizielle Heilige Birma  in Deutschland ein Kater mit Namen „Timour de Madalapour“,
von dem 1933 in allen Zeitungen ein Bild erschien. In den 1930er Jahren war die Birma auch in Deutschland,
vor allen Dingen in Berlin und Umgebung reich vertreten. Nach dem 2. Weltkrieg war die Heilige Birma in Europa
fast ausgestorben. Angeblich soll nur noch ein Paar geblieben sein. Wieder musste mit anderen Rassen eine
breite Zuchtbasis geschaffen werden. Sicher sind einige Siamkatzen und auch die schon damals bekannten Balinesen eingekreuzt
worden. Auch Perserkatzen und Hauskatzen wurden eingekreuzt und allmählich blühten die neuen Birmakatzen wieder auf.
Die Einkreuzung fremder Rassen hatte der Birma nicht geschadet, der Typ aber blieb stabil und einzig die weißen
Pfoten verlangten harte Züchterarbeit, weil die Weiß-Scheckung unberechenbar ist.

In Deutschland war Anneliese Hackmann mit ihrem Zwinger „von Assindia“ maßgeblich an dem Erfolg der Heiligen Birma beteiligt.
Sie holte in den 1960er Jahren die Katze „Nadine de Khlaramour“ aus Frankreich nach Deutschland.
Nadines Nachkommen wurden in die ganze Welt verteilt.
Mitte der 60er Jahre soll der letzten Direkt-Import von Birmakatzen in die USA erfolgt sein. In Californien kam ein
Paar Birmakatzen direkt aus Kambodscha zu Mrs. G. Griswold. In den darauf folgenden 10 Jahren wurde die Birmakatze
auch in den USA immer beliebter. In England war man zu dieser Zeit schon bei der Züchterarbeit für neue Farben.
Bis dahin kannte man die Birmakatze vorwiegend als Sealpoint, ab und zu tauchten auch schon Bluepoints auf.
In England kamen die ersten Chocolate- und Lilac-Point Birmas auf die Welt und fanden großen Anklang bei den Birmafreunden.

Es dauerte nicht lange und die Farben red und creme kamen dazu. Ebenso gibt es die Heilige Birma heute in Tabby und Tortie.
Sehr selten sind noch die neuen Farben cinnamon und fawn zu sehen.